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Christian Helmle

«Der Geist des Ortes – Genius Loci»
13. März bis 26. Juni 2024

Christian Helmle

«Der Geist des Ortes – Genius Loci»
13. März bis 26. Juni 2024

 

› Info

Der Fotograf Christian Helmle (*1952) setzt sich in seinem künstlerischen Werk mit Themen wie Natur, Architektur, Menschen, Strukturen und Topografien auseinander. Helme beschreibt seine Arbeit wie folgt: «Die eigentliche Kunst beim Fotografieren ist das Erkennen, das Sehen – und vor dem Sehen das Aufspüren von Situationen».

Für die dreiteilige Präsentation im Kunstraum Satellit zeigt Helme Arbeiten aus seinem Archiv. Ohne gross nostalgisch zu werden, stellt der Fotograf damit Fragen zur Stadtentwicklung der näheren Umgebung des heutigen Kunstraums: dem früheren Kino Rex (heute CS und RexMax), dem ehemaligen Gerberkäse-Areal (heute Denner, Coop und Bächlisport), dem Gaswerk-Areal (heute Kantonale Verwaltung) sowie den Entwicklungen des Selve-Areals – vom Buntmetalwerk zur Partymeile zum Wohnquartier.
Die Bilder lassen verblasste Erinnerungen wach werden und den/die Bertrachter*innen über Raum, Zeit und die Bedeutung von Städtebaurelevanten Entscheidungen und ihre Auswirkungen auf das soziale Leben in Thun nachdenken.

Teil 1
Das frühere Kino Rex wurde 1952 anstelle des Gasthof Löwen nach Plänen des Thuner Architekten Livio Colombi errichtet. Das legendäre Kino Rex war mit seinen Leuchtreklamen und dem modernen Baustil ein einzigartiger Zeuge von Urbanität. Nach dem Abbruch 2012 wurde das neue Multiplex-Kino in die Wohn-und Geschäftsbebauung RexMax integriert.

Teil 2
Die Allmendstrasse wurde lang geprägt durch Stadtvillen aus Zeit des ersten Bahnhofquartiers und dem langgezogenen Gebäudetrakt der Gerberkäse AG (später Emmi), welcher 2012 abgebrochen wurde. Hinter der Allmendstrasse befand sich das Gaswerkareal, dessen markanter Kohleförderturm 2003 abgebrochen und durch Bauten der Kantonalen Verwaltung ersetzt wurde.

Teil 3
Ende des 19. Jahrhunderts gründete Gustav Selve die Metallwerke Selve, welche 1979 von Werner K. Rey übernommen wurden. 1991 brach dessen Firmenimperium zusammen, die Fabrik wurde geschlossen. Es folgten 15 Jahre der Zwischennutzung und der landesweit bekannten Partymeile mit zahlreichen Clubs. Heute steht hier eine Wohnüberbauung mit dem Charme von Agglo-Architektur, einzig die Halle 6 zeugt noch von der Industrieepoche.


CV
Christian Helme lebt und arbeitet in Thun. Er gewann 1987 den Eidgenössischen Fotopreis, 1999 den Fotopreis der Stadt Thun und 2006 den Fotopreis des Kantons Bern. Seine Arbeiten waren 2022 in einer Umfassenden Einzelausstellung im Kunstmuseum Thun zu sehen.

christianhelmle.ch

Lea Fröhlicher & Olivia Hegetschweiler

«Wir mal hier. Am Kreisel.»
Vernissage: Mi. 03. Juli 2024 | 18–20 Uhr
Ausstellung und Aktionen: 02. Juli bis 25. September 2024


› Info

Das Künstlerinnen-Duo Lea Fröhlicher und Olivia Hegetschweiler arbeitet am liebsten ortsspezifisch, von kleinen subtilen Eingriffen bis hin zu raumgreifenden Setzungen. Sie interessieren sich für Orte, deren unmittelbare Umgebung und ihre Eigenheiten, zum Teil deren Vergangenheit und möglichen Zukunftsvisionen.

Für die Ausstellung im Satellit lassen sie den Geist des ehemaligen Kiosks wiederaufleben und stellen ein engagiertes und partizipatives Sommerprogramm zusammen. Lea Fröhlicher und Olivia Hegetschweiler verarbeiten im und um den Satelliten verschiedene Eindrücke, die sie in Thun gesammelt haben. Sie nutzen den Satellit als Aussichtspunkt und laden das Publikum und Passantinnen ein, mit ihnen in Dialog zu treten, zum mit-Vertun und Entdecken. Ausgestellt werden die Künstlerinnen selbst und ihr Prozess.

Auf der Ausstellungsfläche kreieren sie ein Setting, welches Fundus, Lager, Ferienort und Atelier ist. Von Anfang Juli bis Ende September sind die beiden Ortsunkundigen als Touristinnen im Kunstraum – ihrer sogenannten Sommerresidenz – regelmässig präsent. Wann immer sie vor Ort sind, werden die Glasscheiben einladend offen sein und Mitwirkende willkommen geheissen. Geschützt vor Wind und Wetter kann nicht nur die Aussicht genossen, sondern gewerkt werden. Ganz nach dem Motto «Wir vertun uns im Satellit und ihr könnt das auch!» Diese Ausstellung soll zum Treffpunkt werden und den Raum rund um den Satellit beleben. Mit Spaziergängen wollen Fröhlicher und Hegetschweiler zudem die nähere Umgebung erkunden und sich räumlich ausbreiten.


Aktionen

Hallo Nachbar:innen!
Samstag 20.07.2024

Die Nachbar:innen der direkten Umgebung kennenlernen. Wir sagen Hallo und stellen uns vor.

Bäumig
Sonntag 21.07.2024 | 10:00–17:00 Uhr
Zum Themen-Tag «Baum» öffnen wir die Fenster, kommt herein. Wir erzählen uns Baumgeschichten und stellen dabei Stellvertreter:innen her. Dabei entsteht eine Hommage an den 2022 verunglückten Baum am Guisan-Platz.

Ausblick = Einblick
Donnerstag 25.07.2024 | 11:00–18:00 Uhr
Lea und Olivia schauen raus. Schreibmaschinen-Ausblicks-Protokoll. Kommt und schaut mal raus statt nur rein.

Flanieren geht über Studieren
Sonntag 28.07.2024 | Treffpunkt 14:00 Uhr
Wir laden zum Sonntagsspaziergang in Sonntagskleidung. Mit anschliessender Tea-Time im Satellit. Kleider können ausgeliehen werden. Wir wollen eure Lieblings-Unorte und tollsten Geheimtipps mit euch abklappern. Zeigt uns eure persönlichen Highlights.

Zmörgelen am Kreisel
Donnerstag 01.08.2024 | ab 10:00 Uhr
Bring your own Zmorge. Eiskaffee und Eisschokolade für alle à gogo.

DIY Souvenirs
Sonntag 18.08.2024 | 10:00–17:00 Uhr
Wir wollen uns mit euch zusammen an Thun erinnern und erschaffen vor Ort im Satelliten einzigartige Erinnerungsstücke.

Liebe Grüsse aus Thun
Mittwoch 28.08.2024 | 11:00–17:00 Uhr
Was haben wir erlebt? Wohin geht die Reise weiter? Wir kreieren und schreiben Postkarten und laden euch gerne zum Mit-Tun ein.

Mittwochsmalen
Mittwoch 04.09.2024 | 11:00–17:00 Uhr
Wir widmen uns malend dem Sehnsuchtsort Berge und holen das Aussen nach Innen. Dabei freuen wir uns auf euer Mitwirken.


CV
Lea Fröhlicher wurde 1986 in Bern geboren und wohnt in Solothurn und Basel. Sie erwarb 2013 den Master in Art Education mit Lehrbefähigung an der Hochschule der Künste Bern und den Master Minor Kunstgeschichte an der Universität Bern. Lea Fröhlicher ist als Kunstschaffende, Filmemacherin sowie Kunst- und Kulturvermittlerin tätig. Ihr Schaffen bewegt sich zwischen Film, Installation, Videoarbeiten und Aktion. Regelmässig arbeitet sie in Kooperation mit Olivia Hegetschweiler. Seit 2010 realisiert Fröhlicher Auftragsarbeiten im audiovisuellen Bereich, u.a. für arttv.ch und engagiert sich bei der Filmgenossenschaft point de vue Basel. Ihre filmischen Arbeiten zeigt sie regelmässig in Ausstellungen (u.a. Cantonale Bern, Regionale BS) und an Filmscreenings. Sie leitet Videoworkshops an Schulen und betätigt sich seit 2014 als freie Mitarbeiterin in der Kunst und Kulturvermittlung im Neuen Museum Biel. 2014 erhielt sie einen Förderpreis für Bildende Kunst des Kantons Solothurn. 2018 wurde ihr von Atelier Mondial ein sechsmonati-ges Atelier-Stipendium für Jerewan, Armenien und 2021 vom Schloss Waldegg SO ein dreimonatiges Atelierstipendium in der Villa Ruffieux Sierre zugesprochen. Fröhlicher war für den Prix Mobilière 2021 nominiert.

Olivia Hegetschweiler wurde 1988 im Kanton Zürich geboren. Sie lernte Dekorationsgestaltung und studierte Szenografie an der Zürcher Hochschule der Künste, wo sie 2016 mit dem Bachelor of Arts abschloss. Neben ihrem Kunstschaffen arbeitet sie Teilzeit in der Warenauszeichnung bei BIG und im Materialmarkt OFFCUT Zürich und als selbstständig erwerbende Szenografin. Ihr Interesse liegt dort, wo Besuchende und Zuschauende zu Akteuren werden – wo Menschen ein Teil einer Szenografie werden. Sie inszeniert theatrale, museale oder filmische Räume ebenso wie Situationen im Daneben und Dazwischen. 

› Lea Fröhlicher
Olivia Hegetschweiler

 

 

Info

Der Kunstraum Satellit am Guisanplatz in Thun bietet zahlreiche Möglichkeiten eines Dialogs zwischen Kunst und Öffentlichkeit. In dieser urbanen Umgebung bildet er den Schnittpunkt zwischen Innenstadt und Selve-Quartier. Die Nähe zu Cafe Bar Mokka und Kino Rex sorgt für ein kulturelles Ambiente.

Satellit wurde als Zwischennutzung des ehemaligen Kiosks am Guisanplatz gegründet und wird vom Kunstverein Satellit kuratiert und betreut. Dieser setzt sich zusammen aus Raffaella Chiara, Künstlerin / Johannes Saurer, Architekt / Mario Schlachter, Studium Kunstgeschichte und Mitglied der Betriebsleitung Cafe Bar Mokka / Dominik Stauch, Künstler.
Ehemalige Team Mitglieder: Myriam Loepfe, Kulturvermittlerin (2019 – 2021), Paul Le Grand, Künstler (2019 – 2021), Katrin Sperry, Kulturwissenschaftlerin (2020 – 2022)

Der Kunstraum Satellit hat keine Öffnungszeiten, Satellit ist ein Schauraum, durch das grosse Schaufenster haben Sie immer Einblick. Die Vernissagen finden jeweils am angekündigten Datum, mittwochs 18–20h draussen bei jeder Witterung statt.

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Unterstützung

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› Kontakt


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